(Little) Big Band

Proben in Zeiten von Corona

Nach sehr langer Zeit ohne Big Band und nach den Absagen unserer Auftritte im letzten Halbjahr gibt es seit September endlich Auflagen, unter deren Einhaltung wieder geprobt werden darf. Wir waren alle sehr froh, endlich wieder musizieren zu dürfen, denn das macht einfach Spaß. Jedoch mussten wir ein paar Abstriche machen, denn die Corona-Regeln besagen für ein Orchester, dass bei Blasinstrumenten zwei Meter Abstand von der Spitze des Instrumentes bis zur Fußspitze der nächsten Person vorhanden sein müssen. Mathematisch Begabte können errechnen, wie viel Platz man für eine knapp zwanzigköpfige Formation bräuchte. Zusätzlich muss bei Proben in geschlossenen Räumen alle 15 Minuten gelüftet oder mit offenen Fenstern und Türen geprobt werden. Außerdem gelten strenge Entsorgungsregeln für das Kondenswasser der Instrumente (vor allem bei Blechbläsern).

Trotz der großen Abstriche, insbesondere diesem, dass wir vorerst nicht alle zusammen proben dürfen, fand Frau Müller eine sehr gute Lösung, indem sie die Big Band in drei Gruppen aufteilte: Bis zu den Herbstferien haben die Zwölftklässler Probe, anschließend bis zu den Weihnachtsferien die 9. Klasse und dann bis zu den Faschingsferien die 11.Klasse. Ob und wann eine Gesamtprobe stattfinden kann, hängt von der Entwicklung des Pandemiegeschehens ab.

Und so startete die Big Band am 23.09. für uns Teilnehmer und Teilnehmerinnen der J2:
In der ersten Probe klärte uns Frau Müller über die Hygieneregeln auf und wir setzten uns mit unseren aufgebauten Instrumenten mit ausreichendem Abstand hin. Uns wurden die neuen Stücke ausgeteilt, die auch in kleiner Besetzung (Querflöte, Klarinette, Saxofon und Trompete) gut klingen. Die meisten Stücke sind umgeschriebene Klarinettentrios (Minuetto and Trio von Mozart) oder Saxofon-Quartette (Oh Happy Day, Take Five). Das Gute an der kleinen Gruppe ist, dass Frau Müller sich so besser auf die einzelnen Instrumente konzentrieren kann.

Ich finde, dass es eine interessante Erfahrung ist, auch mal im kleinen Ensemble zu proben und zu üben und wir alle finden die von Frau Müller gewählte Lösung, die das Musizieren trotz der schwierigen Umstände ermöglicht, schön. Wir sind dankbar dafür, denn wir alle haben die Proben schon echt vermisst.

Johanna Diem

 

29.10.2020