Ludwig-Marum-Tag

Ludwig-Marum-Tag am LMG mit vielen Aktionen - "So viel Marum war selten"

Nur alle 5 Jahre findet er statt und er ist einer der besonderen Leuchttürme im Schulleben am LMG: der Ludwig-Marum-Tag. Eröffnet wurde er dieses Mal am 7. November mit einer prägnanten szenischen Darstellung der Unterstufen-Theater-AG zum Leben und Leiden Ludwig Marums. Danach begrüßte Schulleiterin Elke Engelmann Schüler, Lehrer und vor allem vier Mitglieder der Familie Marum: Zwei Enkelinnen und eine Urenkelin Ludwig Marums waren von weit her angereist - Dominique Lunau Avery aus den USA, Andrée Fischer-Marum mit Sonja Marum Krumrick und ihrem Ehemann aus Berlin. Sie besuchten später die einzelnen Klassen, die alle für diesen Tag etwas Besonderes vorbereitet hatten, und zum Ausklang bestand bei einem Mittagessen im Restaurant “Zum Laub” die Gelegenheit zum ausführlichen Gespräch mit der Familie Marum. Zunächst aber gab es in der Julius-Hirsch-Halle noch musikalische Beiträge des Streichorchesters und die Vorstellung des Projekts, das sich der World-Ausschuss der SMV für diesen Tag ausgedacht hatte: Jede Klasse hatte auf quadratische Stoffreste zu einem jeweils eigenen Thema Bilder gemalt oder Zitate geschrieben. So ergab sich ein eindrucksvoller Flickenteppich etwa zum Thema Individualität, Zivilcourage oder Widerstand, der am Eine-Welt-Tag im Schulhaus besichtigt werden kann.

Nach dem gemeinsamen Auftakt ging es dann in die einzelnen Projekte: Einige Klassen unternahmen Ausflüge, zum Beispiel zum Freiheitsmuseum nach Rastatt , zum Lernort Kislau, an dem Ludwig Marum ermordet wurde, oder begaben sich auf die Spuren jüdischen Lebens in Karlsruhe. Andere dokumentierten im Schulhaus die Flucht der Familie Marum, untersuchten Hassreden im Internet oder erarbeiteten eine Ludwig-Marum-Rallye. Auch an die nachfolgenden LMG-Schüler wurde dabei gedacht: Eine Gruppe erstellte einen Lernzirkel zum Leben Ludwig Marums für die kommenden Fünftklässler. Und dann klang auf einmal eine sehr bekannte Melodie aus einem der Klassenzimmer: “Ein Hoch auf uns..”, aber es ging nicht um Fußball. Die jetzige 5c hatte den Song mit ihrem Klassenlehrerteam zum Lied für Ludwig Marum umgedichtet und schmetterte inbrünstig den Refrain. Hymnenverdächtig, sympathisch und sehr gelungen - wie der gesamte Tag am LMG.


Christiane Vierthaler


 

25.11.2019, 10.00 Uhr