Vernissage des Neigungsfachs Bildende Kunst

Was im Fach Bildende Kunst in einem zweijährigen Neigungskurs mit wöchentlich vier Unterrichtsstunden geleistet werden kann, zeigte im Juni eindrucksvoll eine Ausstellung im Schulzentrum. Die 14 Abiturienten, die ihre schriftliche und fachpraktische Prüfung hinter sich haben, machten mit einer Vielzahl  individueller Werkstücke jeglicher Art aufmerksam.

Drei Schwerpunkte wurden während der zwei Schuljahre gesetzt. Unter dem Stichwort „Plastik“ hieß es sich mit dem Thema Figur und Abstraktion auseinanderzusetzen. Dabei diente das Schaffen von Michelangelo und Auguste Rodin, mit den Werkstoffen Gips und Ton, als Leitfaden.

Mit „Selbstdarstellung und Verwandlung“ schloss sich der zweidimensionale Bereich an. Eine echte Herausforderung, so Kursleiterin Diana Huck. Galt es doch für die Schüler das Handwerk der Radierung zu erlernen, dabei Rembrandt ebenso „über die Schulter zu schauen“ wie der zeitgenössischen Verwandlungskünstlerin und Fotografin Cindy Sherman.

Der Schweizer Peter Zumthor stand mit seinen Bauwerken Pate für den dritten Schwerpunkt „Architektur“. Für die Neigungsfach-Kunst-Schüler lautete die Aufgabe, ein Modell eines Bauwerks zu entwickeln und dabei Material, Form und Raum in Einklang zu bringen.

Für Diana Huck war es die erstmalige Leitung des Kurses Bildende Kunst der Oberstufe am LMG. Ihr Resümee: „Die Schüler haben einen tieferen Blick gepaart mit Verständnis für die Kunst erhalten. Die Anstrengungen haben sich gelohnt.“
Mit der Teilnahme am EU-Wettbewerb „Europa zwischen Tradition und Moderne“ haben die Kunstschüler zusätzliches Engagement gezeigt, lobte Bernhard Maier. Der stellvertretende Schulleiter verriet nur: „Es gibt mehrere LMG-Preisträger.“ Sie werden jedoch erst bei der Abiturfeier am 7. Juli in der Räuchle-Halle ausgezeichnet. Für die musikalische Note bei der Vernissage sorgten Bianca Gadelmeier mit der Violine und die Abi-Band des LMG.                       

 Emil Ehrler           

 

 

 

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