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Olympische Spiele in Pfinztal

Sportfest zum Schuljahresende am LMG

Die olympischen Ringe schweben über der Sportarena, die Athleten aus aller Herren Länder haben sich auf dem Gelände versammelt, und jetzt kommt der Läufer mit der brennenden Fackel und entzündet das olympische Feuer: Jubel, Beifall.

Nein, das ist nicht die Eröffnungsfeier von Rio, das war der gelungene Auftakt des diesjährigen Sommer-Sportfests am LMG. Die fünf Ringe waren aus bunten Hoola-Hoop-Reifen gebastelt, Fackel und Feuerschale stammten vermutlich aus einem elterlichen Garten – und genauso kreativ gings weiter auf allen Sportstätten des Bildungszentrums am 26. Juli.

Unter den Flaggen von 40 verschiedenen Nationen versammelte sich jeweils eine altersgemischte Schülergruppe aus den Klassen 5 bis 10, die Stufe 11 und die Lehrer fungierten als Betreuer und Unterstützer. Jedes „Land“ kämpfte dann als Team in 10 Disziplinen. Auch die einzelnen Sportarten folgten nicht ganz dem olympischen Reglement: Der Hürdenlauf-Parcours führte über Bananenkisten, ein Zwanzigstel-Marathon wurde als Staffellauf durchgeführt, und was als Gewichtheben ausgeschrieben war, wirkte wie eine Synchronübung für einen Werbespot: Dutzende von Schülern, die Mineralwasserflaschen am ausgestreckten Arm von sich hielten, bis die Muskeln ermatteten. Beim Versuch, Wasser mit einem Schwamm von einem Eimer in einen anderen zu transportieren, wurde durchaus auch mal ein Sportschuh oder ein T-Shirt mit ausgewrungen und beim Wagenrennen musste niemand einen Radbruch befürchten: Das Gefährt bestand aus einer Matte, auf der das kleinste Gruppenmitglied als Lenker Platz nahm und an Seilen von zwei größeren Schülern, den Pferden, mit vollem Körpereinsatz durch die Sporthalle gezogen wurde.

Ein fröhliches, buntes Treiben also, bei dem immer wieder Anfeuerungsrufe wie „One Team!“ oder „Avanti!“ zu hören waren.

Am Ende siegte Japan vor Griechenland und Portugal. Das IOC, bestehend aus Schulleiterin Elke Engelmann, den SportlehrerInnen Hadwiga Keller, Christian Kleppel und Bastian Schittkowski sowie Kai Liebel, Matthias Schwarz und David Tezky aus der Stufe 11 und Emilia Ludwig und Lara Rapp aus Klasse 10, überreichte Urkunden an die drei Siegerteams und eine Einladung in den Adventure Golf Park in Remchingen und für alle Teilnehmer gab es Eis zum Abkühlen.

Ach ja, noch etwas war anders als bei den echten olympischen Spielen: Hier waren alle Athlethen unbezahlte Amateure, Doping wurde nur in Form von Mineralwasser, Sonnencreme und Pfefferminzbonbons gesichtet - und Russland blieb ausgeschlossen.

Irgendwer muss ja schließlich für saubere Spiele sorgen.

 


Christiane Vierthaler




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