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Bericht vom 35. Eine-Welt-Tag am LMG

Ein großes weißes Zelt, darauf unübersehbar die Buchstaben UNHCR. Im Inneren ein paar dünne, geflochtene Matten am Boden, graue Wolldecken und etwas Blechgeschirr. Wer hineinging, konnte sich sofort vorstellen, wie auf das Allernötigste reduziert die Menschen darin leben.

Ein Original-Flüchtlingszelt der Vereinten Nationen in der Aula aufzubauen und eine begleitende Ausstellung dazu zu gestalten, das war eine – sehr zeitgemäße – Aktion, die den diesjährigen Eine-Welt-Tag am Ludwig-Marum-Gymnasium auszeichnete, eine Idee des World-Ausschusses der SMV am LMG. Auch sonst gab es einiges zu sehen, zu kosten und zu erleben, was bisher noch nicht zum Repertoire des traditionellen Tages gehört hatte: Mexikanisches Chili con Carne statt asiatischem Hühnchen-Curry im Restaurant zum Beispiel, Nadelfilzen und Handtatoos – oder die „Freeze-Show“ von 8 Schülern der Klasse 5a, allesamt in weiße Plastik-Overalls gekleidet und regungslos auf einer Bank sitzend: Gegen klingende Münze, in eine Spendenkiste geworfen, lieferten sie einen hinreißend komischen Kurzauftritt nach dem anderen ab.

Selbstverständlich waren auch viele der beliebten alten Bekannten unter den rund 25 Angeboten vertreten: die Chemieshow und der Darkroom, der Flammkuchenofen und der Waffelstand, die Holznikoläuse und das Weihnachtsgebäck. Die Klasse 7a hatte um Spenden von Spielzeug und Kinderkleidung gebeten und konnte damit einen so reich bestückten Flohmarkt ausrichten, dass im Klassenzimmer kaum noch ein Zentimeter Platz frei war. Sehr viel wurde dort verkauft – das, was übrig ist, geht jetzt an die Kleiderkammer der Flüchtlingshilfe des KIT. Und bis lange nach dem offiziellen Ende des Eine-Welt-Tags war das Café des Fördervereins Treffpunkt für alle, die sich bei leckerem Kuchen ausruhen und ein bisschen plaudern wollten. Mehr als 8.000 Euro kamen zusammen an diesem sehr gut besuchten Eine-Welt-Tag, die jetzt zu gleichen Teilen den drei Bildungsprojekten Undugu in Kenia, Ajuda in Honduras und alphabangla in Bangladesch zu Gute kommen.

Christiane Vierthaler



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