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Russland-Austausch vom 20. bis 27. September in Ivanteevka / Moskau

Am 20. September hieß es für neun Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrer des LMG „Auf nach Russland!“. Nachdem wir im Mai eine sehr schöne Woche mit unseren Austauschpartnern aus Ivanteevka, einem Vorort Moskaus, in Pfinztal verbracht hatten, stand nun der Gegenbesuch an. Da die Kontakte die vergangenen Monate intensiviert wurden, freuten sich alle auf die Reise. Doch selbstverständlich gab es auch Zweifel: „Können wir angesichts der angespannten politischen Lage wirklich fahren? Ist es nicht zu gefährlich?“ Doch erfahrene Russland-Kenner und Organisationen mit Büros in Russland gaben grünes Licht.

So kamen wir in Moskau an, wo wir von unseren Gastgebern herzlich empfangen wurden. Der erste Tag war Familientag, den die meisten in Moskau verbringen durften. Für einige stand ein Besuch im Theater an und sie genossen den „Nussknacker“. Am Montag lernten wir die Schule und den Ort Ivanteevka kennen, ein russischer Schüler hatte eine interessante Stadtralley vorbereitet, die uns zu den Sehenswürdigkeiten führte. Dienstag besichtigten wir Moskau und lernten, dass „rot“ und „schön“ im Russischen das gleiche Wort sind: Ein schöner, beeindruckender Platz ist der Rote Platz in jedem Fall. Eingerahmt von einer wunderschönen, farbenfrohen Basilika und einem Museum. Deutsche und russische Schüler legten Blumen am Grab des unbekannten Soldaten nieder und uns wurde erneut bewusst, wie viele Opfer es im Krieg auf beiden Seiten gab und dass das Ziel dieses Austausches das Kennenlernen der anderen Kultur und der Menschen ist. Im Laufe der Woche lernten wir noch so manche beeindruckende Stadt kennen und die wunderschönen orthodoxen Kirchen erinnerten die einen an einen Ort aus „Tausendundeine Nacht“, andere sahen eine Ähnlichkeit der Kirchtürme zu „cupcakes“. Sehr schnell verging die Woche und es stand das Abschiedsessen mit allen Eltern, Schülern und der Schulleitung an. Trotz der schwierigen politischen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland soll doch auf menschlicher Ebene die Freundschaft aufrechterhalten werden, war der Wunsch der Schulleiterin Tatjana. Die deutschen Lehrer überreichten einen Druck des Malers Friedensreich Hundertwasser mit dem Titel „Die Arche“ und betonten, dass auch beim Austausch immer zwei (jeweils ein russischer und ein deutscher) Schüler zusammenfanden und sich von stürmischen Zeiten nicht ängstigen ließen. Der Abschied ist allen wieder sehr schwergefallen, denn es sind Freundschaften entstanden und vertieft worden. Wir fuhren voller interessanter Erfahrungen und schöner Erlebnisse nach Hause.

Ein großes Dankeschön allen, die diesen Austausch ermöglicht und unterschützt haben: Den Schülerinnen und Schülern, die unsere Schule und unser Land würdig vertreten haben, deutschen und russischen Gasteltern für überdurchschnittliches Engagement, den Schulleiterinnen beider Schulen, dem Kollegium des LMG und ganz besonders unseren Familien, die unser Projekt mit viel Tatkraft mitgetragen haben!

Debora Hartmann-Plath/Ulf-Christof Pilgrim



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